Schwedeneisen

Am Freitag Nacht kam ein liebgewonnener Gast zu uns und drückte uns ein schmutziges U in die Hand, mit den Worten „…des is a Schwedeneisen, des hob i auf’m Acker g’fundn und des is scho recht oid, und do hob i ma denkt, dass eich des auf eiana Reise Glück bringa soid.“ Dass es sich hierbei um ein Hufeisen handelt war zwar erkennbar, aber ein Schwedeneisen….? Beim nachgooglen habe ich Folgendes gefunden:
[mygal=schwedeneisen]
Das altdeutsche Hufeisen aus dem 13.-15. Jahrhundert, auch „Schwedeneisen“ genannt, ist dick und breit. Es hat einen breiten Zehenteil mit breiten Schenkelenden und neben den Stollen einen Griff. Aus dem 16. Jahrhundert sind zahlreiche Aufzeichnungen über den Hufbeschlag überliefert. In Deutschland erschien ebenfalls 1598 ein Buch von Seuter über „Vieharzneykunde“.“

Kommt ein Freund von Kirkegaard zu Besuch zu diesem und sieht, dass der ein Hufeisen über der Tür hängen hat. „Was soll denn das mit dem Hufeisen, Du glaubst doch wohl nicht daran, dass das Glück bringt?“ „Natürlich nicht“, erwidert der, „aber ich habe mir sagen lassen, dass es auch hilft, wenn man nicht dran glaubt“.

Jedenfalls ist dat Ding steinalt und es hat uns riesig gefreut, von Hans so ein symbolhaftes Geschenk zu bekommen. Hoffentlich finden wir ein schönes „Platzerl“ dafür.
Bis bald,
Martin

Leave a Reply

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>