Der Berg ruft! – ein Winter road trip…

Hallo Ihr Lieben!

Heute schien seit gefuehlten drei Monaten (ist natuerlich schwer uebertrieben…) mal wieder die Sonne und schon haben die Wagners die Foto-Hummeln im Hintern… 😎
Mit geladenen Akkus und geleerten SD-Karten haben wir uns in unseren Detlef geschwungen und sind kurz vor Mittags einfach losgefahren, um Fotografierwuerdiges zu finden. Wir mussten nicht weit fahren bis in der Entfernung schneebedeckte Gipfel lockten, die verdaechtig nach Alpen aussahen, aber doch ’nur‘ die Tararua Ranges sind, genauer gesagt Mount Hector mit immerhin 1529 Metern!
Ok, da muessen wir hin! Haben schon ewig keinen Schnee liegen sehen, wenn schon Winter, dann g’scheid. 😀
Unterwegs stellten wir fest, dass wir ja nicht in Bayern sind und das Ganze so einfach nicht zu erreichen ist – weit und breit keine Bergbahnen und Gondeln!
Und weil’s so nach Bayern aussah, hatte Martin einen kurzen Aussetzer und fuhr eine Weile auf der rechten statt der linken Spur, bis ich vor einer Kurve vorschlug, dass das nun genug der heimatlichen Gefuehle waere und er doch lieber wieder links fahren sollten, wie die Anderen auch… Ups! 😀

Na gut, wenn schon keine Berge dann halt rueber ins Wairarapa, da ist’s auch schoen und nicht so kalt.
Irgendwo im Nirgendwo in Ahiarue steht dann mitten auf einem Huegel, weithin sichtbar, ein halbverfallenes Haus, das schon eine Internet-Beruehmtheit ist mit seiner Geschichte und vermutlich das am meisten fotografierte Haus im Wairarapa. Schoen gruselig da.

Also gibt’s heute mal wieder Fotos mit ohne Schnee und trotzdem aus dem Winter!

Viele Gruesse!

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Verkehr!

Hallo Ihr Lieben!

Heute mal wieder was ueber den taeglichen Wahnsinn, diesmal der Strassenverkehr – der sich hier doch sehr in Grenzen haelt!
Insgesamt finden wir beide den Strassenverkehr sehr entspannt, sogar in einer fuer NZ relativ dicht besiedelten Ecke, wo es sogar Berufsverkehr-Staus gibt!
Aber selbst die sind fuer jemanden, der mal frueh morgens mit dem Auto quer durch Muenchen fahren musste eher ein Witz…  8)

Maximale Geschwindigkeit ist 100km/h, das wird auch meistens ausgereizt, aber in unserer Ecke sind viele Strecken begrenzt auf 50, 70 oder 80km/h.
Aber wenn man maaaaal bissl drueber ist (statt 80km/h hatte ich 91km/h – keine „Toleranzabzuege“!) kostet das gleich 80 NZ$…

Ueberhaupt wird ziemlich viel geblitzt, mit allen verfuegbaren Mitteln: den typischen Vans am Strassenrand, aus dem Polizeiauto im Gebuesch zielen oder gleich mit Blaulicht hinter dem Suender herbrettern…  😉

Und auf der anderen Seite sind sie dann wieder sooo lax, dass es kaum zu glauben ist!
Erst ab dem 1. November, also naechste Woche, ist hier das mobil Telefonieren waehrend der Fahrt verboten! Und ich hab schon etliche smsen sehen waehrend der Fahrt auf dem Motorway (100km/h…), das war bisher alles kein Thema…

Und auch beim Alkohol ist man hier nicht soooo streng:
„Everyone’s perception of how much they can drink is different. But the law is precise: if you’re an adult the legal blood alcohol limit for driving is no more than 80 milligrams of alcohol for every 100mls of blood“ – auf deutsch, Kurzfassung: 0,8 Promille!
Hier gibt es ja in vielen Firmen, auch da wo Martin arbeitet, den „casual Friday“, was soviel heisst wie zwangloser, laessiger Freitag… Da darf man dann auch in Jeans und T-Shirt erscheinen (wo sonst evtl. Hemd und Hose oder gar Anzug angesagt ist) und am nachmittag, spaetestens ab 15.00 gibts dann Bier und Chips (neee, Chippies, weil Chips sind ja Pommes… hach, ist das alles schwer… 😉 )
Und das weiss natuerlich auch der Freund und Helfer, weswegen dann von Wellington raus oefter mal die ganze Strasse gesperrt und jedes einzelne Auto kontrolliert wird…

Einen eingeschraenkten Fuehrerschein darf man hier auch schon mit 15 machen! Ich wollte mir nicht mit 15 auf der Strasse begegnen…  8)
Die „Strassenverkehrsordnung“, den New Zealand road code, gibt’s hier, bei der NZ Transport Agency online nachzulesen.

Aber wirklich verwirrend ist diese Vorfahrtsregel:


In diesem Fall hat das rote Auto wirklich Vorfahrt! Die Begruendung klingt relativ nachvollziehbar: immer der mit dem laengeren Weg darf zuerst fahren, allerdings muss jetzt der in dem blauen Auto darauf achten, ob hinter ihm Jemand gradeaus will!
Note: be aware of the traffic behind you. If you were in the blue car, vehicles travelling behind you may affect whether the truck can turn or not.“
Genau das ist mir naemlich neulich passiert, also ich war quasi das rote Auto. Die Lady in dem Blauen wartete brav, allerdings wurde sie von einem gradeaus Fahrenden ueberholt, auf den ich zunaechst auch nicht geachtet hatte (man muss ja schon genug aufpassen, wer wann wohin zuerst abbiegen darf…), ich war aber doch noch schnell genug um die Kurve…
Kein Wunder, dass hier alle Autos Beulen, Macken und Kratzer haben!  😀

Apropos Autos:
Wir verkaufen unseren Ersatz-Detlef!
Fuer das taegliche zur-Arbeit-fahren ist was Kleineres dann doch besser.
Sollte Jemand Interesse haben? 😉
Dazu gibts auch bald mehr hier.

Bis dahin, liebe Gruesse!

Krankes Huhn…

Hallo Ihr Lieben!

Tut uns echt leid, dass es grade etwas still ist, aber wir haben alle Hände voll zu tun mit unserem Kleinbauernhof…
2 von unseren mittlerweile 5 chicken sind nämlich irgendwie unpässlich, d.h. sitzen mehr oder weniger unbeteiligt rum wo sie vorher höchst aktiv waren und machen einen eher kränklichen Eindruck. Wahrscheinlich haben sie sich erkältet, als es genau zu ihrem Umzug angefangen hat richtig Herbst zu werden und erstmal 3 Tage lang geschüttet hat.
Obwohl es heute strahlenden Sonnenschein und an die 20 Grad hatte, hat es doch nachts geregnet… somit ist die Wiese unten im Garten nass und kalt am Morgen. Jetzt dürfen die beiden Patienten in einer großen Kiste im Haus wohnen wo sie es dann doch etwas wärmer haben und mit allen möglichen Hausmitteln traktiert… ähm, behandelt werden… 8)
Die anderen 3 vertragen sich derweil mehr oder weniger gut (da ist ja am Dienstag eine Neue, die Sabine 😉 dazugekommen) und sind eigentlich ganz fidel.
Womit haben wir nur früher unsere Zeit vertrödelt?

Achja, am Sonntag abend waren wir in der Monteith’s Brewery Bar in Paremata und haben einem feinen Jazz-Konzert gelauscht. Und wir haben den Altersdurchschnitt des Publikums umgehend drastisch gesenkt… 😉

Uuuhund: ich kann wieder Autofahren! Nach 8 Monaten Linksverkehrverweigerung (bin vielleicht 50-60km selbst gefahren, die restlichen tausende Meilen musste uns Martin chauffieren, was ihm vermutlich eh lieber war hat als mein Beifahrer zu sein… 😉 ) hab ich mich endlich hinters Steuer geschwungen – und es ist fast wie früher! Ausser, dass ich früher nicht wirklich Automatik gefahren bin.
Es ist ja nicht nur der Verkehr auf der anderen Seite, es ist ja auch am Lenkrad alles andersrum… Aber ich wische nie die Scheiben, wenn ich Blinken will – aber ich blinke manchmal unmotiviert, wenn es anfängt zu regnen…  😀
Aber nach so einem Monteith’s-Besuch war Martin beduselt genug, die 10km bis nach Hause wohlbehalten zu überstehen…  8)

Ansonsten nix Neues, hatten grade wie meistens einen genialen Sonnenuntergang rechtzeitig zum Abendessen – es gab chicken!  😀

Liebe Grüße!

PS: Heute gibts mal wieder Umlaute, weil ich zitternd ob der Stabilität an meinem alten Notebook sitze und der arme Martin schon den 2. Tag das im November erst gekaufte neu installieren muss…  :(
Jetzt haben wir aber Schnauze voll und ich wechsle auch vom Microdoof ins Linux-Lager…

Mythos

Dass das Badewasser, wenn man den Stöpsel der Wanne zieht andersherum abfliesst, ist definitiv ein Volksmythos.
Kein Mythos ist aber, dass der Strassenverkehr hier andersherum stattfindet. What a funny experience!!! really. Und wir mitten drin.
Forsch ein Auto ausgeliehen, haben wir uns linksfahrend in die Höhle des Löwen gewagt. Also mittenrein – nach Auckland Stadtzentrum. Ich sag euch ……  uff.
Wir Zentraleuropäer sind es gewohnt, dass Rechtsabbiegen „easy“ ist- also hier das Linksabbiegen 😉 Auf die andere Seite des Fahrzeugs zu gehen, um als Fahrer einzusteigen, daran kann ich mich gewöhnen … aber dann mit der rechten Hand zum Gurt (links) zu greifen… das sind Gewohnheitsbewegnungen, die nicht so leicht umzuprogrammieren sind. Glücklicherweise fahren die Menschen hier gesittet, umsichtig und sehr langsam.
Und ich kann mir vorstellen, dass doch auch Unfälle passieren weil Touries auf die Fahrbahn laufen,
die vorher natürlich nach links schauen, ob ein Auto kommt, dann aber mit einem ebensolchen, von rechts kommenden Nahkontakt aufnehmen und verunfallen.
Konzentration also !!!!  :)

Alles liebe, bis Bald
Anja und Martin

Bali!

hallo ihr lieben alle da draussen!

als ihr heute noch faul in den betten gelegen seid, haben wir uns schon unseren ersten sonnenbrand geholt! 😉

aber eins nach dem anderen:
wir sind pünktlich um mitternacht (ortszeit, bei euch also 6 stunden früher) in/auf Bali angekommen, haben brav 10 US-Dollar pro nase flughafensteuer bezahlt, uns in die langen schlangen vor den visum-schaltern eingereiht und gespannt auf die ersten stempel in unseren nagelneuen, biometrischen reisepässen gewartet… :)
das ganze bei einer gefühlten luftfeuchtigkeit von 300% und 30 grad… *schwitz*
endlich draussen fanden wir unseren namen gleich auf dem schild eines sehr netten Balinesen in traditionellem aufzug: sarong und lustige kopfbedeckung. er brachte uns zu einem der unzähligen kleinbusse, die vor dem airport (und ganz oft mit laufendem motor!) auf die touristen warten, um sie zu ihren hotels zu bringen. wir stiegen also ein und stellten fest, dass auch schon in Bali das lenkrad auf der falschen seite eingebaut ist! und auch eine neue erfahrung: völlig übermüdet, auf der falschen seite fahrend und um mittlerweile schon gut nach halb eins nachts in einem kleinbus ohne sicherheitsgurte dem reiseführer in bali-deutsch zu zuzuhören, während der fahrer den vielen mopeds aus allen richtungen ausweicht… *brrr

zum glück waren wir sehr schnell an einem wunderschönen hotel angekommen, die koffer wurden aus dem auto gewuchtet, was den kleinen Balinesen sichtlich schwer fiel 😉 , wir wurden zur rezeption komplimentiert, die reisegutscheine ausgepackt – oha, das ist leider das falsche hotel!
wir fanden das sehr schade, war eine ganz tolle atmosphäre dort und wer weiss, was nun kommt. nachdem aber der reiseführer meinte, dass unser hotel noch besser wäre, waren wir beruhigt… 😉
und da sind wir also im Discovery Kartika Plaza gelandet – viel größer als das erste hotel, sehr edel eingerichtet, aber auch ein bisschen unpersönlicher. macht nix, unser zimmer hat aircondition, eine 2-3 personen-gleichzeitig-dusche, einen balkon mit blick in den garten, und zwischen den kokospalmen blitzt sogar ein bissl meer durch!
und das beste habt ihr ja schon gemerkt: wir sind hier online! 😀
also sind wir dann gegen 3 uhr ortszeit ins bett gefallen, haben uns aber sicherheitshalber den wecker auf 9.00 gestellt, damit der jetlag keine so große chance hat.
zur feier des tages haben wir uns frühstück aufs zimmer bestellt (zum glück ist Bali nicht so teuer… 😉 ), die frischen früchte waren echt der hammer!
danach sind wir losgetigert, die gegend erkunden, sind am strand entlang und dann in kleine gassen eingebogen. allüberall die mopeds, oft beladen mit ganzen familien, kreuz und quer, wo´s manchmal keine 2 meter breit war.
dann war´s mittag und uns die sonne zu heiss, also haben wir an der schattigen poolbar erst mal eine frische kokosnuss (für Michi: küküsnüss! 😀 ) probiert – das ist was völlig anderes als das, was es bei uns als kokosnuss gibt! martin ist völlig begeistert und will jetzt jeden tag mindestens zwei davon!
von der sonne, dem jetlag und den drinks NACH der kokosnuss waren wir so k.o., dass wir erst mal zwei stunden geschlafen haben. und weil es hier ja um 6 schon stockdunkel ist, sind wir um 7 halt in den finstren hotelpool gestiegen… 😉
danach lecker saté und noch eine kokosnuss – jetzt liegen wir erledigt im bett…
das reicht ja auch für den ersten tag…
morgen geht´s nach Ubud, im inneren der insel.

liebe grüße, gute nacht!
anja & martin