once bitten, twice shy

Jetzt bin ich nicht nur ein Possum-, sondern auch ein Hundekiller.
Eben habe ich lange mit der Besitzerin eines Hundes telefoniert, die mich gebeten hat, nicht zur Polizei zu gehen und von einer Anzeige abzusehen.
Sie bezahlt die Arztrechnung und wird mir auch ganz sicher am Mittwoch die Todesbescheinigung vorbeibringen.
Ja genau…
Heute war ich mit meinem Schatz beim Joggen am Strand. Ich lief so dahin, bis ich plötzlich von einem Hund angefallen wurde, der dringend seine Zähne in meinem Oberschenkel versenken musste.

bite

Leider sind hier Pfeffersprays verboten…(damit dürfen nur Polizisten rumlaufen), denn dass Hunde es nicht mögen, wenn ich am Strand entlanglaufe und mir das zähnefletschend kundtun, hab ich nun schon ein paarmal erlebt.
Wer weiß, wie ein kleines Kind nach so einer Attacke ausschaut und Menschen beissen ist nunmal absolut verboten.

Schluchzend erklärte mir die Hundebesitzerin, das sei schon das zweite Mal (das erste mal hat er sie selbst gebissen) und nun müsse sie entgültig „put him down“. Da ich ihn aber nicht gleich höchstselbst getötet habe, obwohl mir sehr danach war, bin ich nun ganz froh, dass es von einem Tierarzt übernommen wird.

Viele Grüße,
Martin

PS:
Anja: Aber es gibt auch was Positives zu berichten: Ich habe 2 Tage „Training on the Job“ hinter mir – und ich soll wohl wieder kommen… 😉   Ich habe viele nette Kollegen aus aller Herren Länder, macht wirklich Spaß!
Bin gespannt, was da noch alles auf mich zu kommt…  übrigens noch eine schöne Webseite von meinem Schatz! :)

Schhhhhhhh…lechtwetter!

Hallo Ihr Lieben!

Es regnet. Es ist windig. bäh. Und das soll sogar noch ein paar Tage so bleiben!

Ideales Wetter für den Visum-Kram, an dem wir immer noch rumkauen – aber in der Schlussphase, immerhin… 😉
Wir kamen eigentlich mit einer klaren Vorstellung, wie wir unsere Visa beantragen wollten. Dann gab es so viele verschiedene Aussagen, die Immigration-Website ist auch nicht wirklich hilfreich, wenn jeder zweite Link (z.B. zu Hilfethemen oder Erklärungen) ins Nirvana führt… irgendwann waren wir komplett verwirrt und machten uns auf zur Immigration-Behörde in Wellington, mit vielen Fragen im Gepäck. Von den laut Website 30 Mitarbeitern war genau einer da, mit einer langen Schlange vor sich… Ist klar, dass man dann doch nicht so genau nachfragt, wie man vor hatte, vor allem wenn der Kerl auf jede Frage „depends on your situation“ (kommt auf deine Situation an) sagt… es gibt schließlich x verschiedene Visa-Typen mit jeweils verschiedenen Ausführungen – aber mittlerweile passts… Wahrscheinlich. 😀
Jetzt ist nur noch völlig blöd, dass unsere Führungszeugnisse den langen Weg von Deutschland nach NZ unbeschadet überstanden haben, aber dann innerhalb NZ verschollen sind… Also müssen wir neue beantragen, dazu müssen wir in die Botschaft nach – richtig! – Wellington!
Aber zwischenzeitlich haben wir genug Spaß mit unseren Medicals (medizinische Untersuchung) und X-Ray (Röntgen) und Blutabnehmen…
Heute haben wir uns Laufschuhe gekauft… ob das wirklich hilft, bis Mitte nächste Woche den BMI (Body Mass Index) zu beeinflussen? Nicht, dass ich das nötig hätte………   😀

Bis bald, liebe Grüße,
Anja

PS: Sabine, von den Haribos fehlt wirklich erst eine Tüte!!! :)

Interview mit einem Mörder

Hallo Ihr Lieben!

Jetzt wird´s aber mal wieder Zeit für einen Statusbericht:

Wir waren mal eben in Auckland.
Sind Freitag losgefahren, Samstag angekommen (ja, man schafft wirklich nicht mehr als 70km Strecke in der Stunde und es sind ja gute 600km einfach), haben zuerst in unserem Bed&Breakfast ein paar von mir blöderweise dort vergessene, aber superwichtige CDs und DVDs und anschliessend einen unserer Lieblingsschwager vom Airport abgeholt… das ist vielleicht ein lustiges Gefühl … 😉 Er hat uns unsere letzten Habseligkeiten, die beim besten Willen nicht mehr in unsere Koffer und unser völlig überfülltes Handgepäck passten mitgebracht – und viele Tüten HARIBO!!! yummie! Dankeschön!!!!!!!!
Der Arme ist aber nur beruflich hier und muss bald wieder los… wir hatten´s aber leider auch eilig (wegen eines Immigration-Office-Termins heute vormittag) und sind noch am Samstag abend wieder Richtung Heimat gefahren. Wir haben es bis 2.00 Uhr morgens bis an den Lake Taupo geschafft, dann war´s genug… Dabei geholfen haben uns aber ein paar putzige Tiere auf der Straße oder am Straßenrand, die für ordentlich Adrenalin zwischendurch gesorgt haben – Ihr kennt sie schon, die Possums!
Jetzt sind es nicht mehr 70 Millionen dieser Plagegeister, sondern nur noch 69.999.998 und davon haben 3 sicher immer noch Herzklopfen!!! 😀
Hier ein gegen 2.15 Uhr geführtes Interview mit meinem Liebsten:

„Ich Mörder, ich!
Dem Ersten bin ich ausgewichen.
Dabei musste ich an 70 Millionen Tiere denken und dass es schliesslich als werdender Kiwi meine Pflicht wäre, diese Tiere nicht als Lebewesen, sondern als Plage, die es zu eliminieren gilt, zu betrachten.
Der Zweite ist mir reingelaufen.
Selbes Gedankenspiel wie oben … nur ausführlicher:
„Schliesslich essen Chinesen Hunde… Inder keine Kühe… Europäer aber schon, außerdem ist´s scheiße fürs Karma die Viecher zu plätten… usw.“
Der Dritte… hmmm…
Da bin ich einfach weitergefahren, das arme Viech war platt und ich …
„stolz wie Kiwi…“
Dem Vierten bin ich wieder ausgewichen, weil ich an mein versautes Auto denken musste.
Und das Fünfte hab ich leider nicht erwischt.“

Diesmal haben wir aber keine Fotos vom Tier auf der Straße gemacht… brrr…
Aber viele schöne andere, unten wieder eine kleine Auswahl der letzten Tage – leider geht ja nicht alles hier rein…
Wir sind nämlich diesmal quasi „senkrecht“ durch die Landesmitte Richtung Süden gefahren und haben dabei 3 aktive Vulkane passiert… Zum Glück ist nix passiert..  höhö, 5 Dollar in die Wortspielkasse…  😀
Leider waren uns diese drei (Ruapehu, Tongariro und Ngauruhoe) nicht so gnädig wie letztes mal der Tongariro, der sich komplett wolkenlos präsentierte. Der Mount Ruapehu war übrigens im Dritten Teil von „Herr der Ringe“ für das Land „Mordor“ als Kulisse zuständig.
Auf den Vulkanen soll es laut Skiurlaub-Infos derzeit beste Bedingungen und bis zu 4m Pulverschnee haben!
Uns ist aber derzeit echt nicht nach Schnee, eher nach Baden, aber eigentlich ist es bei 17-18 Grad Außentemperatur uns zumindest wirklich noch zu frisch… Den Kiwis aber überhaupt nicht!
Nach der langen Autotour machten wir nämlich am Sonntag nachmittag noch einen längeren Strand- und „Coastal-Walkway“(sowas wie ein Dünen-Weg)-Spaziergang und landeten direkt bei sowas wie dem Saisoneröffnungstag des hiesigen Paekakariki Surf Life Saving Club (natürlich mit BBQ – Barbecue). Leider wissen wir noch nicht, ob die auch rote Badeanzüge tragen wie Pamela Anderson… hmmm.
Aber da waren jede Menge Menschen, auch – oder grade! – im Wasser. Besonders die Kinder waren nicht zu bremsen… Aber es sieht schon einigermaßen merkwürdig aus, wenn Mamis in dicken Strickjacken, Gummistiefeln und Pudelmützen ihren Mädels in die Badeanzüge helfen… 😉

Aprops Gummistiefel, die hier folgerichtig Gumboots heißen… wir haben ja immer ein bissl drüber gelästert, über die Gumboots-Träger… Aber die Menschen tragen Ihre Gumboots mit ordentlichem Kiwi-National-Stolz!
Und die Stiefel, die natürlich echte Gummi-Stiefel sein müssen, haben sogar ein eigenes Denkmal in Taihape – und einen eigenen Feiertag, den Gumboot-Day! Der findet am kommenden Wochenende statt und da werden Gummistiefel weitgeworfen… Wahrscheinlich nur die unechten, die Nicht-Gummi-Stiefel… 😉
Leider können wir bei diesem erhebenden Ereignis nicht dabei sein…
Verpasst haben wir wegen unseres Ausflugs nach Auckland allerdings das Oktoberfest in Wellington! Aber es muss so gut gewesen sein, dass sie es jetzt jeden letzten Freitag im Monat wiederholen wollen… also ein Novemberfest, ein Dezemberfest usw. 😉
Also nur eine Frage der Zeit (und des fehlenden Bügeleisens), bis wir unsere Bayernklamotten ausführen! 😉

Bis bald, liebe Grüße,

Anja & Martin

Geländeirgendwo... aus dem Auto fotografiertNochmal der RangitikeiKühe müssen hier ziemlich geländegängig sein! Aber unsere Augen haben sich immer noch nicht an scharz-weiße Friesenkühe unter Palmen gewöhnt...Idyllische Kleinstadt am Sonntag Mittag - Familien beim Shopping...DER Gummstiefel überhaupt... in TaihapeGumboot-Day 08 ist am 25.10.Gemütlich, so´n Stiefel...das sieht überall auf der Welt bescheuert aus... ;o)Jessas. Mutter Maria hoch überDie einzige Chance für Frühlingsblumen - mitten auf dem State Highway 1. Überall sonst werden sie aufgefressen...Cooler Kleinwagen... nur bisschen alt...Vulkane irgendwo in den WolkenNun komm schon raus...Paekakariki Beach Sonntag nachmittagKalt? achwas...Beach-BBQder Coastal-WalkDie ersten Pohutukawas blühen!Eine Bimmelbahn im Queen-Elizabeth-ParkStrand-IdylleLuftig, hier draussen...StrandblüherVöllig überfüllter Strand, wie meistens... ;o)KüstenblüherSonne satt, endlich!DünenblüherSonntag nachmittag auf dem Paekakariki Beachauf die Plätze!fertig, los!wer sitzt nun wo??? ;o)das hier wartet noch auf den Einsatz...Nachbar´s Katze - Nachbarskatze... sieht irgendwie ägyptisch aus, oder? ;o)

Das Leben bei den Kiwis – Teil 2

Hallo Ihr Lieben!

Ja, mittlerweile leben wir schon fast MIT den Kiwis, nicht nur BEI…
Daher heute schon ein etwas milderes Update 😉

Straßenverkehr:
Hier darf man ja nur maximal 100kmh fahren. In der Regel wird auch von knapp drunter bis knapp drüber gefahren, aber das wird dann auch gefahren!!! Kein Rumgestopsel mit 60kmh oder so… Und sollte man mal jemanden erwischen, der einem zu langsam fährt (was 100%ig sicher kein LWK sein wird!), sieht man ganz bestimmt bald ein Schild, dass in wenigen Kilometern die nächste lange Überholspur kommt oder wenigstens eine Rausfahr-Möglichkeit für die Langsam-Fahrer (was die, zumindest in unserem Fall, auch immer brav tun!).
So fließt das Ganze wirklich gut und keiner wird gefährlich überholt (oder muss das am Ende selber tun…)
Unsere Lieblings-Einkaufsmeile (gut 10km von uns entfernt gibt es wirklich ALLES auf einem einzigen, riesigen Gelände, kein Rumgegurke mehr!) liegt direkt am State Highway 1, das ist die wichtigste Verbindung vom Norden kommend nach Wellington. Der Highway (und das ist jetzt hier eher sowas wie eine Bundesstraßein D !) ist dort schon 2-spurig und vielbefahren, trotzdem ist das Abbiegen kein Thema, da es nochmal eine Einfädelspur gibt!
Und für die, denen 100kmh nicht reichen, gibt es viele fest installierte Blitzer, jede Menge mobiler Blitzer-Vans (bisher immer rot oder blau) und sogar Polizisten mit Laserpistole aus dem Auto zielend haben wir schon gesehen!!!
So wenig Leute, so viel durchdachte Verkehrslösungen!  😉

Lebensmittel:
Nun sind wir ja schon bald 2 Monate im Land der Kiwis, da kann man schon manche Mangelerscheinung bekommen…  😉   Wir haben zwar schon mal ein Breznstangerl bei einem deutschen Bäcker in Wellington gekauft, aber nur weil einer ein deutscher Bäcker ist, kann er ja noch lange keine gscheidn Brez´n backen!
Und den „Blackforest Gourmet Butcher“ (den Schwarzwälder Metzger) haben wir unterwegs ja verpasst, weil hier die kleinen Läden meist um 17.00 schliessen. Macht aber nix, denn mittlerweile sind wir „Selbermacher“ geworden! Wir haben schon mehrfach Brot gebacken – wobei die ersten beiden Brote bisher die besten waren, scheinbar waren wir danach zu leichtsinnig und haben Brotpizza fabriziert… 😉
Ausserdem haben wir mal wieder das Leberwurschd machen ausprobiert – was bei unserem nur etwas erweiterten Campingequipment (kommt ja alles erst mit dem Container…) ein echtes Unterfangen darstellt! 😉
Aber das Ergebnis schmeckt schon ganz gut und ist auf alle Fälle ausbaufähig!

Nochmal zu den
Öffnungszeiten:

Ja, die kleinen Läden schließen um 17.00, aber dafür haben sie oft auch SA und SO offen! Oder sie machen einfach MO und DI zu, da muss man dann echt ein gutes Gedächtnis haben, wer wann wo zu hat!
Allerdings kann man bei den großen Ketten (Lebensmittel wie in D walmart, real etc. und Baumärkte wie OBI oder praktiker, etc.) 7 Tage einkaufen, einige haben sogar von 6.00 bis 23.00 geöffnet!

Alkohol kaufen:
In den Supermärkten bekommt man zwar Bier und Wein, aber sonst nix. Keine 2-4cl-Fläschen für den kleinen Durst an der Kasse (Zigaretten übrigens auch nicht, die muss man extra am Info-Counter kaufen!), keine Spirituosen im ganzen Laden. Für sowas muss man direkt in einen speziellen „Liquor-Store“. Da wir bisher mit Bier und Wein noch gut klarkommen 😉 hatten wir noch keinen Anlass, einen speziellen Laden zu besuchen, hatten aber beim Kauf von Wein auch schon Spaß:
Wir standen vor ein paar Wochen ahnungslos mit einer Flasche Rotwein auf dem Bandl an der Kasse und warteten geduldig, bis die Verkäuferin fertig war mit kassieren und einpacken.
Einpacken? JAHA!!

Hier wird einem nicht das Zeug hektisch in den Wagen geschmissen, wenn man nicht schnell genug vom Band räumen kann – nein, hier wird einem bei fast allen Supermärkten von der/dem Kassierer/in das Zeug ordentlich in jede Menge Tüten eingepackt, es wird sogar gefragt, ob Fisch und Fleisch (natürlich eh schon verpackt!) in die gleich Tüte dürfen!) so muss man nie Mülltüten kaufen bzw. gibt die Tüten in den Recycling-Müll, der jede Woche… aber das ist ein anderes Thema… 😉
Wo war ich? Achja: wir warteten also bis wir dran waren, dann fängt das junge Mädel an mit einscannen und stoppt bei der Weinflasche. Ich kuck sie fragend an, sie sagt: „brabbelbrabbel to young brabbelbrabbel for Wine!“ Ich: HÄ? Zu jung für Wein? Hallo? Ist ja schmeichelhaft, aber dass ich jenseits der 21 bin… Ich frage also nochmal nach und endlich verstehe ich es: SIE ist zu jung um Wein verkaufen zu können! 😀 Da muss extra jemand kommen und das ok geben, dass Sie den Wein scannen darf…  Und ich hatte mich schon so gefreut… 😉

Rabatte:
Man kommt hier fast nicht drumrum! War es schon in D schlimm mit den vielen Punktesammelsystemen – hier toppen sie das noch!
Bei einigen Supermärkten bekommt man elendslange Kassenzettel, weil am Ende noch ein voucher (Gutschein) dranhängt, womit man beim nächsten Mal tanken zwischen 2 und 7 Cent (mehr haben wir noch nicht geschafft…) pro Liter Sprit spart! Klar, dass man dann auch die entprechenden Tankstellen wählt. Klar, werdet Ihr sagen, die Tankstellen sind dann bestimmt teurer – nö, Sprit kostet hier in der Gegend überall das gleiche… Und die Läden, die die vouchers verteilen sind in allen möglichen Preisklassen angesiedelt…
Und wir haben auch schon die erste Rabattkarte (für den Baumarkt!) bestellt… 😀

Bis bald und liebe Grüße,

Anja & Martin

PS: In unserem Haus gibt es nur Einhand-Hebel-Mischer! 😉

Wohnst Du noch…?

Hallo Ihr Lieben!

Wir haben den Anflug von Shopping-Wahnsinn nahezu überstanden! 😀
Alles, was wir in den letzten Tagen vor und nach dem Container-Stress verscheuert hatten (Waschmaschine, Kühlschrank etc.) mussten wir ja jetzt wieder kaufen…
Und so haben wir also endlich wieder gekühltes Bier, pardon, MILCH, natürlich… und saubere Wäsche!
Was man für viele Dollars auf den Campingplätzen und in den Laundries zum Wäschewaschen benutzt (riesige Toploader, die ewig viel Wasser brauchen, aber nur 30 Minuten für „Kochwäsche“!), kann man zwar superbillig kaufen, aber sauber wird da drin nix, es riecht höchstens etwas besser als vor dem Waschen… Deshalb gibt es extra Waschpulver für Frontlader, das ist wohl weniger „giftig“ und schäumt nicht so…
Ja, andere Länder, andere… und so weiter… 😉
Heute habe ich mich mal wieder im Brotbacken geübt… wär ja alles kein Problem, aber ich kauf jetzt nicht auch noch extra eine Küchenwaage, wenn wir das ganze Wirtshaus im Conatiner verschippern… Aber das Pi-mal-Daumen-Brot sieht auch ganz gut aus!

Martin hat uns wieder der Zivilisation näher gebracht: er hat es gestern geschafft, per Telefon-Hotline uns ans hiesige Stromnetz anzuschliessen und heute hat er sogar Festnetz-Telefon und Internetanschluss bestellt!
Es geht also aufwärts mit uns!
Die Stimmung ist zumindest super, wir treffen dauernd total nette und interessierte Leute, werden schon beim Einkaufen und beim Beachspaziergang gegrüßt – und so sitzen wir abends vor dem muckelich-warmen Kamin und freuen uns.  :)

Ganz leise und unter uns kann man vielleicht auch verkünden, dass ich ein Job-Angebot habe – aber solange das noch nicht alles in trockenen Tüchern ist – wir haben den 16-seitigen Work-Visa-Antrag noch nicht ausgefüllt und das Gehalt auch noch nicht verhandelt…  😉 – bleibt das noch unter uns, ok? 😉

Bis bald also, liebe Grüße,

Anja & Martin

PS: bei schönem Wetter sieht man die Südinsel!

Langsam geht die Sonne unterDer muckeliche Kamin samt Abendessen!Die SüdinselDie SüdinselDie Südinsel von unserer Veranda aus gesehen. Selten klar, weil im weiteren Westen sich dann Australien befindet. Die Hügelkette, die man hier sieht, sind die sogenannten Marlborough Sounds: http://de.wikipedia.org/wiki/Marlborough_Sounds

P.S.:
Auf den Bildern sieht man die Südinsel von unserer Veranda aus. Im weiteren Westen befindet sich dann Australien.
Die Hügelkette, die man hier sieht, sind die sogenannten Marlborough Sounds
Der kleine Hügel ganz ganz rechts, ist Stephens Island.

Angekommen!

Hallo Ihr Lieben!

Heute Mittag gegen 1.00pm unterschrieben wir mit unserem Vermieter den 1-seitigen (!) Mietvertrag (sieht man auf den Bilden auf den vom Vermieter ausgeliehenen Möbeln liegen). Miete wird wöchentlich berechnet, aber zwei-wöchentlich bezahlt. 2 Wochenmieten Kaution, fertig. Das geht hier alles problemlos. Kann aber auch sein, dass das alles noch problemloser lief, weil wir uns auf Anhieb gut verstanden haben – sowohl mit unserem englisch, als auch zwischenmenschlich…  😉

So sieht’s jetzt also bei uns aus – der erste Besuch kann kommen!

Das wird unser Multifunktionszimmer - Esszimmer-Büro-Gästezimmer?Die Küche - mit Tür hinters Haus zur Waschküche, Wäscheleine, zum Kräutergarten (der fehlt noch...)Ebenfalls unglaublich riesig: das BadezimmerBlick von der Veranda in den Garten, auf's MeerNochmal der Garten, in dem wir uns austoben dürfen, aber den Rasen mäht der Vermieter!Die linke Garage gehört uns, ganz rechts geht's runter zum NachbarnBlick aus dem SchlafzimmerfensterDining-Room-Büro, wie das Wohnzimmer Rimu-vertäfelt, Holz, das es nur hier gibtBlick aus dem WohnzimmerfensterNach heftigem Strum letzte Nacht und den ganzen Tag gibt's doch noch einen Sonnenuntergang......und die Fahne flattert schön im Wind!so haben wir das bestellt...Draussen Sunset, drinnen gemütliches Feuer im Kamin - schön!Unsere ebenfalls unglaublich große VerandaDas Wetter wird langsam besserKapiti Island taucht rechtzeitig zum Sonnenuntergang aus dem Nebel aufAuch in die andere Richtung ist's schön!Blick vom Garten zum Hausso soll das sein!

Hip Hip Haus Haus Hurraa

Nach der bisher unsanftesten Nacht, in der wir x-mal von wirklich heftigen Winden wachgeschüttelt wurden,
erreichte uns zu nachtschlafender Zeit, 8:45, der erlösende Anruf:
Wir hatten gestern am späten Nachmittag eine klitzekleine Doppelhaushälfte besichtigt, ganz oben auf dem Berg über dem Strand von Paekakariki, Kapiti Coast.
unser kleines Haus
Mit Garten! Und einem Bonedigger (Archäologen) als Nachbarn, der nie zu Hause ist.
Später mehr, wir müssen erst mal liegend Regenklamotten anziehen und aus dem Van kraxeln,
hoffend vom ca 80 Km/h Wind nicht gleich weggeblasen zu werden.
Heute Mittag werden wir dann unseren Mietvertrag unterschreiben.  :)

liebe Grüße
Anja & Martin

P.S.: Liebe Susi, alles alles liebe zum Geburtstag!!!

Das Leben bei den Kiwis – Teil 1

Grundlagen-Wissen:
Von Kiwis gibt es drei Sorten
– der eine ist klein und haarig, lichtscheu und frisst Insekten,
– der andre ist ebenfalls klein, haarig und schmeckt lecker … (wird exportiert [aber nur die kleinen])
– und der Dritte trägt Gummistiefel.
Gleich nach der Geburt bekommt er einen Toaster und einen 4-wheel-drive … und später (so mit 3 Jahren) eine Angelrute mit entsprechendem Equipment… ?

Hallo Ihr Lieben!

Es ist ja so, dass wir abenteuerlustig genug sind, um ins Land der Kiwis zu reisen und hier bleiben zu wollen, und wir machen auch sonst allerhand Unfug mit, ohne uns zu beschweren… 😀
Allerdings gibt es ein paar Kleinigkeiten, die uns hier aufgefallen sind, und die wollen wir Euch hier ab und zu augenzwinkernd und – wenn möglich – ohne Bewertung 😉 mitteilen.

Man kann einen großen Topf (z.B. zum Nudeln kochen) in einem nahezu rechteckige Spülbecken mit links und rechts zwei winzigen Wasserhähnen, kalt und warm, nicht mit Wasser befüllen, weil man den runden Topf nicht weit genug in die Ecken kriegt…

Es gibt offensichtlich keine Normen (was ja grundsätzlich wirklich nicht schlecht ist), aber wenn sogar ich mich mit 1,60m bücken muss, um meinem Kopf unter das Wasser in der Dusche zu bekommen, wünsche ich mir dann doch welche…
Gleiches gilt für die Höhe aufgehängter Toiletten… 😉

Türgriffe in Knie- oder wahlweise in Brusthöhe sind auch nicht selten.

Warum schreiben viele Banken, öffentliche Einrichtungen, Lokale etc. auf große Schilder vor der Tür „Kein Eintritt mit schmutzigen Stiefeln, Barfuß oder in unpassender Kleidung“?

Weil es sein muss. :)

Woraus werden im Land der Kiwis Würste gemacht, wenn es sie mit Rind- oder Schweinefleisch-Geschmack gibt?

Warum backen Kiwis Brot, das sie so wie es ist gar nicht mögen, sondern immer erst toasten müssen?

To be continued…

4200 Kilometer – und ein Zeichen!

Mittlerweile sind es 4200 Kilometer, die wir gefahren sind, trip 2

…und wir hängen immer noch in Wellington.
Ja, es hängt irgendwie.
Wellington hat es uns nicht leicht gemacht: das Wetter ist wirklich nicht besonders, die Menschen hier sind nicht so freundlich wie im Norden (kann auch am Wetter liegen 😉 ), wenn wir hier ein paar Meter fahren, stehen wir oft im Stau, etc. pp.
Alles nicht so prickelnd.
Also hatten wir heute um ein Zeichen gebeten, das uns bei der Entscheidung hilft, hierzubleiben oder doch wieder Richtung Norden zu fahren. 😉
Wir hatten uns entschieden, nicht gleich ein Haus zu mieten, sondern erst mal klein mit einem Zimmer als „flatmate“, also Untermieter, zu beginnen, bis wir wissen, wo wir letztendlich arbeiten werden. Wie gesagt, die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen hier… Und sowas scheint hier günstiger zu sein als auf einem Campingplatz zu wohnen, und außerdem kann man sich in einem Untermieterzimmer morgens im Stehen anziehen… 😉
Und das Zeichen war Claudia…
Ein/e liebenswerte/r Ex-Er, die/der uns in einem netten, schwarzen Lederkostümchen und hochhackigen Pumps (Größe 45?), einer wunderschön roten Bluse und passendem Lippenstift versichert hat, es ließe sich für alles eine Lösung finden… 😀 Denn auch hier ist es so, dass ein mehrseitiger Fragebogen ausgefüllt werden muss, mit dem der Vermieter sicherstellen will, dass man sich in Arbeit, und/oder zumindest zahlungsfähigem Zustand befindet, mindestens 2 Vor-Vermieter und die Telefonnummer eines Verwandten, der nicht mit einzieht.. Aber in unserem Fall sei das ja sowieso alles ganz anders und sie (Ex-Er), Claudia, Immobilienmarkler/in, wäre da ganz zuversichtlich…
Also gehen wir am Montag morgen zum Big-Boss ins Immobilienbüro und sind auch ganz zuversichtlich… :)

Und dann gelang Martin auch noch endlich der Internet-Zugang mit unserem Vodem (UMTS-Modem), das unter Linux eigentlich gar nicht funktionieren dürfte.  :)
Zeichen genug? OK, noch ein paar Tage…
Danke Wellington!

Liebe Grüße, bis bald!

Windy Wellington II

Hallo Ihr Lieben!

Ja, wir hängen immer noch in Wellington rum… 😉
Gestern und heute haben wir uns intensiv mit der Wohnungs- und Jobsuche hier beschäftigt und festgestellt:
alles nicht so einfach…
Wir basteln immer noch an unseren CVs (Lebensläufen) und den dazugehörigen Coverletters (Anschreiben), weil wir nur sich extrem widersprechende Aussagen finden: Mit persönlichen Daten und unbedingt ohne persönliche Daten, ganz bestimmt keine Zeugnisse oder doch welche… etc. pp. Zum Mäusemelken!
Aber wahrscheinlich machen wir uns zu viele Sorgen und sollten einfach rauskicken was wir haben und werden vom Fleck weg eingestellt! Das zumindest prophezeit uns jeder, der fragt, ob es der Campground-Manager ist oder die Immobilienmaklerin… 😀
Zum Wohnen:
Die Entfernungen (wir haben ja auch keine Ahnung, wo es schön ist, wo gute Wohngegenden sind, wo man lieber nicht wohnen will etc.) und der Verkehr sind nicht zu unterschätzen für uns Landeier… da kann mal ganz schnell 150km runterradeln und hat grade 2 oder 3 Stadtteile abgegrast.
Trotzdem haben wir uns tapfer durchgeschlagen:
ein Haus stand unmittelbar (Haustür direkt am Bürgersteig) an der vielbefahrenen Bundesstraße und hatte zwar einem schönen Ausblick nach hinten aber keinerlei Garten oder wenigstens eine Terasse um diesen auch geniessen zu können.
Zwei (darunter ein möbliertes Apartment für den Übergang) waren leider gerade vergeben.
Eins können wir am Sonntag anschauen (zusammen mit X anderen Interessenten)…
Aber wir haben tatsächlich ein Haus besichtigt. Und dieses Erlebnis werden wir auch nie vergessen…
Da möchte ich nicht gestorben sein da drin…   brrr.

Aber gestern war sooo schönes Wetter, dass wir den Mount Viktoria bestiegen, nein, befahren 😉 haben und diese Aussicht wollen wir Euch nicht vorenthalten! (Danke für den Tip, Earl! :) )
Ausserdem gibt´s noch ein paar „Aus-dem-Auto“-Schnappschüsse!

Bis bald, liebe Grüße!

Earls Woodfired-Pizza-Deli - leider haben wir immer noch keine Pizza probiert, aber der Käsekuchen ist super! :o)... und sie haben mehr als 175 Tage im Jahr die unterste Variante, heisst´s!Maori-Schnitzereien auf dem Mount VictoriaMaori-Schnitzereien auf dem Mount VictoriaWellington aus dem AutoGenug Wind, dass man endlich mal die ganze Fahne zu sehen kriegt!:o)schöne alte Häuser gibt´s hier noch vieleRichtung Berg...Nichts als Gegend rundherum!Wellington aus dem Auto...

PS: Alles Gute zum Geburtstag, Sabine! :)

Possum!

Possi? Possums? Ist wohl die Mehrzahl von Possum… Aus der Familie der Beutelsäuger, genauer betrachtet ist es hier in Kiwiland der Fuchskusu (Trichosurus vulpecula).

test

Dieses grinsende Prachtexemplar, hat nicht etwa zuviel Gras gefressen, welches so manchen Kiwi wirr im Kopf macht…..
Nein, es ist mausetot.
Klingt komisch, ist aber so.
Da ich diese Viecher sonst nur plattgefahren auf der Strasse liegend sah, konnte ich bei diesem, noch gut erhaltenen 😉  Exemplar nicht umhin, es zu fotografieren.
Guggst du hier:

Auch in gut sortierten Woll-Artikel Läden sind Possum-Produkte zu finden. Die Qualität der Wolle in zusammenhang mit Merino kommt der von Cashmere gleich.
Possums gehören zu den meistgehassten und daher auch meistgejagten Tieren auf dieser Insel, es gibt nämlich angeblich 70 Millionen Possums hier! Das ist fast doppelt so viel wie es Schafe gibt (40 Millionen) und folglich gibt es ungefähr 17,5 mal mehr Possums als Menschen. Die Tiere wurden ab 1837 zur Aufbau einer Fellindustrie nach Neuseeland eingeführt, einige Tiere konnten aus den Käfigen abhauen oder wurden freigelassen und so nahm das Unglück seinen Lauf.
Seither ist viel Zeit vergangen und das Vieh konnte sich ungehindert ohne natürliche Feinde verbreiten.
Den Tieren fallen Nacht für Nacht 21.300 Tonnen Blattwerk zum Opfer, dabei fressen sie an demselben Baum bis zur Blattlosigkeit und der Baum stirbt wegen der fehlenden Regenerationsmöglichkeit ab.
Außerdem ernähren sich die Tiere von Vogeleiern und Jungvögeln, das hat besonders negativen Einfluss auf die Kiwi-Population.
Und Kiwis sind den Kiwis halt heilig…
Als Überträger einer Tuberkuloseart gefährden sie dann auch noch Rinder- und Schafsherden und somit den Hauptzweig der Exportwirtschaft.
Jeder Kiwi ist stolz, wenn er mit seinem Auto ein Possum „erwischt“, oder einen kennt, der einen kennt, der die Tiere jagt.

Die Regierung gibt mittlerweile viel Geld aus, um mit passendem Gift die Viecher zu dezimieren.
Man findet auch immer weniger Plattgefahrene… Nur bei diesem Grinsekind ganz oben hat das Gift wohl nicht schnell genug gewirkt und es konnte sich noch auf die Straße legen…  😉

liebe Grüße
Anja und Martin