Sommerabend und so…

Hallo Ihr Lieben!

So wie bei Euch wohl ziemlich Winter herrscht, haben wir hier   Endlich!    Sommer!
Obwohl das Thermometer seltsamerweise selten ueber die 23 Grad klettert, ist es bruetend heiss… Und wie man in KiwiLand die (beschichteten!) Vorhaenge im Winter zuzieht, damit die Kaelte draussen bleibt, zieht man sie jetzt zu, damit sich die Bude nicht erbarmungslos aufheizt!  8)

Die Huehnies liegen in ihrem Asylantenheim tagsueber auch nur im Schatten rum, ausser, wenn sie sich im Sandbad raekeln oder mit aufgerissenem Schnabel hechelnd blitzschnell ein Ei legen, um gleich wieder aus dem dunklen Nesterl nach Draussen in die leichte Brise zu fluechten…  Aber nach dem Milbenfiasko hat sich bisher eh nur Rosmarie (die Fabrikantin der gruenen Eier) aufgerafft, wieder zu legen. Die Anderen faulenzen lieber unter dem Sonnenschutz und betrachten Rosmaries ganze Aktion maximal maessig interessiert…  😀
Die Milben scheinen nach Martins letzten beiden Spruehaktionen das Huehnerhaus verlassen zu haben! Die Ladies selbst haben wir jetzt jeden 2., 3. Tag unter den Federn mit Kieselgur eingepudert und das jetzt auch dem Sandbad beigemischt. Ausserdem haben wir die Huehnerhaxerl in Oel getaucht, damit eventuelle „Schuppenbein-Bewohner“ keine Luft mehr kriegen… Also Beauty plus Nagelpflege…  😀
Aber es ist gut, dass sich die Huehner im Behelfsheim so wohl fuehlen, weil sie da noch ein paar Tage bleiben werden: letztens hatten wir Nachts mal wieder massiv Suedwind und es da hats von dem vor sich hin trocknenden Huehnerhaus eine Dachhaelfte abgerissen…

Ja, und dann war ich doch mal wieder in der Hauptstadt, das Immigration Office besuchen…
Wenn ich es denn gefunden haette!
Die sind schon wieder umgezogen! Das ist jetzt das dritte Mal, dass ich deren Bueroraeume gesucht habe… Weil ich ja mit meinem Work Visum an meinen Arbeitgeber gebunden bin (mein Arbeitsplatz steht in meinen Pass… Man fuehlt sich fast ein bisschen versklavt… 😉 ) und somit erst eine Aenderung beantragen muss – das geht fuer schlappe 120 Dollar. Aergerlich ist halt, dass man das, wenn man die permanente Aufenthaltserlaubnis hat, nicht mehr machen muss – aber davon immer noch keine Spur. Laut dem Officer ist unsere Anfrage aber wohl ‚grade‘ in Bearbeitung (seit 2 Monaten!) und wir sollten ‚in Kuerze‘ einen Brief erhalten… puh… In dem Brief steht dann hoffentlich drin, dass sie uns einladen, die Aufenthaltserlaubnis zu beantragen.
Klingt kompliziert?
Ist es auch.  😀
Amuesiert hab ich mich im Immi-Office aber trotzdem gut: steht vor mir in der Schlange ein Typ in schweren, schlammverkrusten work boots, dreckigen Wadln, kurzen Hosen (klar…) und eine typische, orange Strassenarbeiter-Warnweste an, in der Hand ein Buendel krumpliges Papier. Richtig! Er wollte sich grade fuer sein Arbeitsvisum bewerben! Entweder ausserordentlich daemlich oder ausserordentlich frech – wer ohne Visum arbeit, kann sofort des Landes verwiesen werden…

Und sonst noch…
Es sind so die Kleinigkeiten, die ich meist schon wieder vergessen habe, bis ich einen neuen Eintrag schreibe:
Heute fuhr ich ewig hinter einem Toyota Hiace (so einem 7-Sitzer Kleinbus) her, bis ich an der Ampel endlich den Aufkleber lesen konnte:
„I HATE Japanese Cars!“  😀

Bis bald, liebe Gruesse!

Dies und das…

Hallo Ihr Lieben!

Nein, wir haben Euch nicht vergessen!
Kein bisschen!

Es ist nur, wie bei Euch vermutlich auch, dauernd was anderes los:
– Wir haben Freunden beim Umziehen geholfen. Martin hat in deren neuen Heim Laminat verlegt und festgestellt, dass das Zurecht schneiden hiesigen Laminats Folgen hat wie ein gestandener Vollrausch, nur ohne den Spass… 😀

– Ich habe einen neuen Job!
Und wenn unser heissgeliebtes Immigration Office mitspielt und sich ausnahmsweise mal beeilt, werde ich am 9. Februar als Head Chef in einem schnuckelichen Cafe in Petone anfangen!
Momentan habe ich zwar viel Kundenkontakt, aber eigentlich koche ich ziemlich wenig… Und das wird sich da schlagartig aendern und sogar noch auf’s Backen ausweiten! Ich habe schon heimlich geuebt und die Resultate meiner Versuche, richtiges Kiwi-Fruehstuecks-Gebaeck, die Scones, zuhause zu backen, sind laut Martin von seinen Arbeitskollegen heute kommentarlos vertilgt worden… 😉
Das Cafe schliesst ausserdem am Nachmittag, also muss ich nicht mehr Abends arbeiten und habe entweder FR und SA oder SO und MO frei… darauf habe ich doch warten koennen…  😀

– Mit unseren Huehner sind wir in neue Dimensionen der Massentierhaltung eingetreten: wir haben Milben!
Und wenn ich sage ‚wir‘, meine ich das auch so… diese kleinen Blutsauger sind mit steigenden Temperaturen in eine Art Reproduktionsrausch verfallen und haben in kuerzester Zeit unseren Ladies ziemlich zugesetzt. Ich musste gestern das erste Mal seit Langem wieder Eier kaufen!
Da wir aber keine chemischen Pestizide einsetzen, ist es ein zaeher Kampf – Mensch und Huhn gegen die Milbe, wo sich bei mir beim blossen Gedanken daran massiver Juckreiz breit macht…  Die beissen uns zwar nicht, aber es macht auch keinen Spass, wenn man bei jedem Besuch der Huehner ein paar dieser Viecher mit ins Haus mitnimmt und nur noch Duschen hilft…
Nun haben wir die armen Huehner ausgesiedelt, beinahe taeglich mit Kieselgur, einem natuerlichen Pestizid eingestaeubt und das Huehnerhaus mehrfach damit ausgesprueht – und immer noch sind die Blutsauger zu finden!
Die lustige Seite der ganzen Aktion war ja der erste Abend der Ladies im Asyl: bei Einsetzen der Daemmerung schaute ich nochmal runter in den Garten, ob die Maedels auch brav ins neue Bett gehen – weit gefehlt! Auf der Suche nach demselben und zu doof, den Eingang der schoenen Kiste zu finden, die wir extra dafuer umgebaut haben, ist Annelies aus dem provisorischen Gehege ausgebrochen und bereits in die Aeste des naechstbesten Baums gefluechtet, waehrend Lisbeth noch planlos und erschrocken vor der ploetzlichen Freiheit versuchte, wieder reinzukommen… 😀
Nun musste Martin Anneliese vom Baum pfluecken, und ich rettete Lisbeth davor, sich beim Einbruch ins Gehege selbst zu strangulieren…  Meine Nerven, und wir dachten allen Ernstes, wir haben da ein paar Huehner, fuettern die taeglich und dafuer kriegen wir schoene Eier. Ganz so leicht ist das Ganze nicht!  8)

Soviel fuer heute,
mehr bald!

PS: Noch keine neuen Nachrichten zum Thema Permanente Aufenthaltsgenehmigung

Neulich in der Hauptstadt

Hallo Ihr Lieben,

neulich waren wir in der Hauptstadt, haben draussen vor dem Hotel Bristol im Rest der Nachmittagssonne Fish & Chips (okok, die etwas feinere Variante mit Seafood und Kumara) gespeist und haben lustigen Strassenmusikern gelauscht. Dochdoch, es ist immer noch Winter… 8)

Und weil eben immer noch Winter ist, war es in den lezten Wochen nahezu unmoeglich, runter in den Garten und zu den Huehnern zu kommen, weil es dermassen nass und matschig ist, dass es uns buchstaeblich die Schuhe ausgezogen hat… obwohl es fuer meine Begriffe weniger regnet als in Deutschland in vielen Sommern… 😉
Und waehrend wir so im Schlamm wateten und versuchten, das Huehnerhaus auszumisten, hat sich glatt eine der Ladies, die flinke Lisbeth, auf die Socken gemacht, um den Garten mal alleine zu erkunden! Aber nachdem die anderen mehr oder weniger eintraechtig in und an der Futterschuessel standen, war der Ausflug auch gleich wieder beendet und Lisbeth wollte dringend zurueck in den Auslauf…  😉

Auf jeden Fall sind wir dem „Echter-Kiwi-Werden“ schon wieder ein Stueck naeher, weil wir jetzt richtige, echte, neuseelaendische Gumboots haben, jawoll!
Und wie man unten auf den Bildern sieht, haben sich die 70 Bucks pro Paar auch wirklich rentiert… 8)

Zum Thema Rentabilitaet… tjaaaaaa, die Huhnies sind davon noch sehr weit entfernt…
Sabine legt zwar mittlerweile fast taeglich Ihr Ei, aber es ist halt immer noch ein Ei-chen, mit maximal 37 Gramm… Und die anderen Ladies schauen ihr wohl nur mehr oder weniger interessiert zu und kommentieren das Geschehen lautstark.
Aber selbst die fleissige Sabine braucht 8 Tage Produktionszeit, bis sich mal Kuchenbacken lohnt… 😉

Viel Spass mit den Bildern,
liebe Gruesse!

Das Hotel Bristol in Wellington - altes Gemaeuer mit Pub unten drin... und kein einziger Barber/Friseur mehr unten in den Laeden!nochmal das Bristol und wolkenloser Himmelnochmal das Bristol und wolkenloser HimmelRichtig schoen hier...Kunst?Kunst???Fussgaengerzone Cuba Street im Winter151 Cuba Street... wer wohnt denn hier???Uraltes Bakehouse und ziemlich neues Parkhaus...alt und neu...zu wahr...Blick vom Huegel ueber die Bucht von Petone in der WinterabendsonneDas ist entweder Mokopuna, Matiu oder M?karo Island...  liegen alle im Wellington HarbourNarzissen unter unserem PfirsichbaumDie duften ganz stark!puuuutputtputt!!!Nochne Bluete bei uns im GartenVieleviele NarzissenUnsere echten Kiwi Gumboots - ordentlich eingeweicht - aeh, eingeweiht!

Zweierlei Eierleins

Nachfolgend ein Bild, um DIE Groessenverhaeltnisse darzustellen.
Nun veraendert sich die Rechnung.
Die Huehnis waren eh schon maechtig in Verzug.
Und nach anfaenglichem guten Zureden drohte ich in letzter Zeit immer mehr mit Suppentopf.
Also aus einem „gute Huehnis, brave Huehnis wachst schoen und fresst viel, damit ihr bald schoene Eier legt“ wurde bald ein „na Maedels, heute wieder nix im Stall? Na da wenn ma kein Suppentopf winkt…eine Woche geb ich euch noch“ 😉

Die Rechnung veraendert sich in vielerlei Richtungen.
Erstens Amortisation:
Material sowie Futterausgaben. Nach meinen Rechnungen wuerde es ein 3/4 Jahr dauern, bis der Eierverkauf die Ausgaben deckt. Da die Maedels eh spaet dran waren, sollte man bei dieser Rechnung weitere 2 Monate dazurechen. Nachdem ich vor drei Tagen noch den Nachbarshund mit meiner Steinschleuder davon abbringen konnte die Maedels dauerzuschocken, hatte ich mit weiteren Verzugstagen/wochen gerechnet.
Zweitens und nicht unerheblich: Die Eiergroesse. Diese Eier lassen sich nicht verkaufen.
Ausser in Spezialfachgeschaefte. Eine Idee war ja, mit einem Malkasten die Eier in Wachteleier zu verwandeln, diese liessen sich in gute Lokale verkaufen. Idee verworfen, weil Wasserfarben meistens wasserloeslich sind.
Drittens weitere Ausgaben: wir muessen erneut investieren, da unser Equipment nicht auf derartige Verhaeltnisse ausgerichtet ist. Neue Eierbecher sowie Eierloeffel muessen ran.
Und Anja meinte gestern noch.:
„Das ist das erste Ei! Die sehen immer etwas anders aus als die Folgenden.“
Weit gefehlt, wie man heute beim Zweiten sieht.

Aber eines muss hier auch unbedingt erwaehnt werden:
Die Eier waren sehr, sehr lecker….mmmmmmhhhhhh
viele liebe Gruesse!

Unser erstes Ei…chen

Hallo Ihr Lieben!

Es ist endlich da!
Unser erstes, mit Spannung erwartetes Ei…chen.
Gross ist es ja nicht… aber unsere Ladies ja auch nicht.
Aber es ist einfach perfekt, ein Eichen wie aus dem Bilderbuch, sozusagen…  😀
Wir wissen ja nicht, welche der Huehnies da das erste Mal dem Instinkt gefolgt ist und sich in eins der kuschlig mit Heu gefuellten Nester gesetzt hat. Rosmarie war es vermutlich nicht, denn die soll ja eher gruenliche Eier legen. Aber richtig weiss ist es auch nicht… ich wuerde es als Eierschalfarben bezeichen…  hihi
Wie auch immer. Es ist da.
Aber weil es so klein ist muessen wir mit der Verkostung fast noch auf ein Zweites warten, sonst rentiert sich das ja gar nicht…  😉

Liebe Gruesse!

Schneeflöckchen, Weissröckchen…

Hallo Ihr Lieben!

Jaja, ihr, die ihr grade schon im Fruehling schwitzen muesst, werdet jetzt wahrscheinlich grinsen, was muessen die auch so weit weg wohnen…  8)
Jawohl, nachdem es heute morgen schon mehrfach gehagelt hat (2 Minuten Hagel, 2 Minuten Regen, 2 Minuten Sonne usw…), hat es heute nachmittag tatsaechlich geschneit!
Auch jetzt auf dem Weg nach Hause (ich komme grade vond der Arbeit) hat es bei 4 Grad deutlich „grobe Tropfen“ gegen die Scheiben geweht… Natuerlich bleibt hier nichts liegen, kein Verkehr wird behindert, aber alle Kiwi’s haben die „unglaubliche“ Kaelte, die ja viel zu frueh kommt, vollkommen vergessen und sind total aus dem Haeuschen, how exciting, wie aufregend das doch ist!
ja, so kann man auch Spass haben…  😀
Ansonsten ist bei uns tatsaechlich mehr oder weniger Winterschlaf eingekehrt. Wenn es alle paar Minuten regnet, macht man auch keine grossen Ausfluege, die beschraenken sich grade auf Garten, Huehner, Einkaufen, Arbeit, Bibliothek – nicht weltbewegendes halt…
Von der Eierfront gibt’s auch nix Neues, aber alle Chicks sind munter und vertragen sich endlich auch untereinander, ausser, wenn morgens die Lecker-Futter-Schuessel kommt – wer da zuerst drinsteht ist eindeutig der Chef!  😀
Vorgestern haben wir das erste Mal von unserem Salat geerntet (ja, das geht hier auch im Winter!) und Radieserl aus der Erde geholt, dazu eine schoene Zitrone vom Baum gepflueckt, frische Semmeln gebacken – fertig ist das Mittagessen. gut, ein oder zwei gekochte Eier haetten noch dazu gepasst, aber man will ja die Ladies nicht direkt draengeln…  😉

Bis bald, liebe Gruesse!

Kein Ei in Sicht…

Hallo Ihr Lieben!

Wir sind mitten im Winterschlaf…
Alle uns bekannten Kiwis sind fuerchterlich empoert ueber das Wetter:
Es hat tatsaechlich nachts nur um die 6 Grad und tagsueber schafft das Thermometer (je nachdem ob die Sonne scheint oder nicht) zwischen 9 und 13 Grad…
Aber es waere doch erst Mai (quasi November fuer uns…) und dafuer waere es „ridiculous cold“ laecherlich kalt also… Die ham ja keine Ahnung…
Aber das bringt uns wieder zurueck zur hiesigen Bauweise…  😉
Neee, kalt ist wirklich anders, und wenn’s uns friert, heizen wir halt unseren schoenen Holzofen an und lassen ihn den ganzen Tag vor sich hin schmurgeln und schon ist es auszuhalten…
Aber solange Wollmuetze, Schal und Daunenjacke immer noch mit Shorts und Flipflops kombiniert werden, machen wir uns noch keine Sorgen um das Wohlergehen der Kiwis…  😀

Unser Gefluegelhof hat sich inzwischen einigermassen stabilisiert, diverse langandauernde Huehnerrangkaempfe haben wir mit erzieherischer Einzelhaft im Nebenkaefig beilegen koennen – nun koennten von den jungen Damen langsam mal ein paar Eier gelegt werden.
Aber wahrscheinlich ist’s denen auch zu kalt, obwohl sie ebenfalls in Shorts und Flipflops unterwegs sind… haha.
Nun verwoehnen wir das Federvieh taeglich mit geraspelten Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Huettenkaese, Oregano, Thymian… wahrscheinlich bekommen wir unsere zukuenftigen Fruehstueckseier fertig gewuerzt geliefert.

Was Neues gibt’s von Martin und seinen Gimp-Designkuensten:
Es gibt hier eine Company, die auf ihrer Website taeglich ein T-shirt mit Design drauf verkauft. Alle 24 Stunden gibt’s also nur ein T-Shirt in limitierter Auflage zu kaufen, 365 mal im Jahr.
Und die haben (gegen Geld natuerlich!) ein Martin-Design ausgewaehlt, das gedruckt wird und wohl innerhalb der naechsten 4 Wochen zu kaufen sein wird!  8)
Wir sagen natuerlich Bescheid, wenn es dran ist!

Bis bald, liebe Gruesse!

Krankes Huhn…

Hallo Ihr Lieben!

Tut uns echt leid, dass es grade etwas still ist, aber wir haben alle Hände voll zu tun mit unserem Kleinbauernhof…
2 von unseren mittlerweile 5 chicken sind nämlich irgendwie unpässlich, d.h. sitzen mehr oder weniger unbeteiligt rum wo sie vorher höchst aktiv waren und machen einen eher kränklichen Eindruck. Wahrscheinlich haben sie sich erkältet, als es genau zu ihrem Umzug angefangen hat richtig Herbst zu werden und erstmal 3 Tage lang geschüttet hat.
Obwohl es heute strahlenden Sonnenschein und an die 20 Grad hatte, hat es doch nachts geregnet… somit ist die Wiese unten im Garten nass und kalt am Morgen. Jetzt dürfen die beiden Patienten in einer großen Kiste im Haus wohnen wo sie es dann doch etwas wärmer haben und mit allen möglichen Hausmitteln traktiert… ähm, behandelt werden… 8)
Die anderen 3 vertragen sich derweil mehr oder weniger gut (da ist ja am Dienstag eine Neue, die Sabine 😉 dazugekommen) und sind eigentlich ganz fidel.
Womit haben wir nur früher unsere Zeit vertrödelt?

Achja, am Sonntag abend waren wir in der Monteith’s Brewery Bar in Paremata und haben einem feinen Jazz-Konzert gelauscht. Und wir haben den Altersdurchschnitt des Publikums umgehend drastisch gesenkt… 😉

Uuuhund: ich kann wieder Autofahren! Nach 8 Monaten Linksverkehrverweigerung (bin vielleicht 50-60km selbst gefahren, die restlichen tausende Meilen musste uns Martin chauffieren, was ihm vermutlich eh lieber war hat als mein Beifahrer zu sein… 😉 ) hab ich mich endlich hinters Steuer geschwungen – und es ist fast wie früher! Ausser, dass ich früher nicht wirklich Automatik gefahren bin.
Es ist ja nicht nur der Verkehr auf der anderen Seite, es ist ja auch am Lenkrad alles andersrum… Aber ich wische nie die Scheiben, wenn ich Blinken will – aber ich blinke manchmal unmotiviert, wenn es anfängt zu regnen…  😀
Aber nach so einem Monteith’s-Besuch war Martin beduselt genug, die 10km bis nach Hause wohlbehalten zu überstehen…  8)

Ansonsten nix Neues, hatten grade wie meistens einen genialen Sonnenuntergang rechtzeitig zum Abendessen – es gab chicken!  😀

Liebe Grüße!

PS: Heute gibts mal wieder Umlaute, weil ich zitternd ob der Stabilität an meinem alten Notebook sitze und der arme Martin schon den 2. Tag das im November erst gekaufte neu installieren muss…  :(
Jetzt haben wir aber Schnauze voll und ich wechsle auch vom Microdoof ins Linux-Lager…

Noch mehr chicken!!!

Hallo Ihr Lieben!

Bei uns ist der Huehner-Wahnsinn ausgebrochen!
Weil vier irgendwie eine bloede Zahl ist, haben wir uns kurzerhand noch eine kleine Schwarze dazugekauft, die wir am Montag abholen werden, eine echte Australorp, die an den Fuessen nicht die „richtige“ Farbe hat und deshalb nicht fuer die Gefluegelshow taugt…  Sachen gibt’s…
Uns ist das voellig wurscht, welche Farbe die Fuesse unsere Huehner haben..
Es hat naemlich echt was Meditatives, vor dem Auslauf zu hocken und dem Gefluegel nur beim „Wohnen“ zuzusehen…   😉
Leider hat mit dem Einzug der Huehner auch sowas wie richtiges Herbstwetter angefangen und es hat jetzt tatsaechlich das erste mal seit wir in NZ wohnen, und das sind jetzt schon 8 (ACHT!) Monate, 3 Tage am Stueck geregnet. Geschuettet. Aber so richtig.
Aber es ist immer noch ertraeglich warm und endlich genug gewaessert spriessen Salat und Radieserl im Garten wie bloed.
Das Unkraut auch.
Aber ich habe immer noch keine einzige Schnecke gesichtet! Wir haben da also seit Wochen voellig unversehrte Salat- und Spinatpflanzerl im Garten! Einfach unglaublich.
Und sollte es irgendwann auch mal wieder aufhoeren taeglich zu regnen, werden wir den Huhnies wahrscheinlich einen noch groesseren Auslauf bauen, dann brauchen wir naemlich auch fast nicht mehr rasenmaehen…   8)

Bis bald!

Nachwuchs!

Hallo Ihr Lieben!

Das Ei ist gelegt – oder vielmehr der Grundstein fuer unser zukuenftiges Selbstversorgertum… 😉
Nicht nur die Radieserl und der Spinat im Garten spriessen, nein, es ist uns auch ein Haus gewachsen…
Quatsch.
Unter schwerem, koerperlichen und geistigen Einsatz, kleineren Blutverlusten, vermessen und ver-messen, guten und weniger guten Ideen, gefuehlten zwanzig Fahrten zu Bunnings
haben wir ein Huehnerhaus gebaut. Jawohl!
Hier die ganze Konstruktion, in Farbe:

Potenziell gefaehrdete Teile sind natuerlich Wasserdicht gestrichen worden. Fertig!Am Anfang war die Kreissaege...Richtig messen ist wichtig - und warum sind die 2,5cm hier breiter???Sieht noch aus wie ein Marktstandl, das erste Geruest...Das werden die Nestboxen, oben das Penthouse mit Sichtdachstuhl... :DUnd damit wir auch bequem die Eier entwenden koennen, klappt man hier einfach den Deckel weg.und so bleibt der Deckel oben - einfach genial.Ein Deckel bleibt aufklappbar, damit man gut zum Reinigen dran kommt.Und das ganze in unschuldiges Ei-Weiss getaucht...  :DDas war vielleicht ein schweres Stueck Arbeit, das Ding umgedreht, damit es durch den Terasseneingang passt, in den Garten zu wuchten...  Aber es hat geklappt und der Maschndrohtzaun ist auch schon dran!Tipi oder Bierzelt? Auf alle Faelle macht es sich super im Garten!Und es hat zwei Fenster, damit die Huehner auch genug Licht bekommen und fleissig Eier legen. Wo wir die Fenster recycled haben, erfahrt Ihr in einer anderen Geschichte...Der Innenarchitekt hat uns zu einem Mix aus urbanem Flair und modernen Materialien geraten...

Und weil so ein Huehnerhaus alleine auch nix nuetzt, mussten natuerlich auch Bewohner her. Und das ist hier gar nicht sooo einfach, weil wir hier ja im Einzugsgebiet von Wellington wohnen und Landwirte und Gefluegelzuechter relativ rar sind… Aber bei trademe, dem hiesigen eBay, wurden wir dann doch fuendig und so sind wir heute ca. 50 km nach Norden gefahren. Direkt nach Paraparaumu faengt naemlich das eigentliche Neuseeland an und das besteht im Grossen und Ganzen aus Landwirtschaft…  😉
So haben wir dann auch recht schnell und Navi sei Dank zu Louise nach Te Horo gefunden, also erst ein schwarzgeflecktes Schwein auf einer Weide, dann den Briefkasten, dann ein grosses Gatter und eine matschige Rumpelstrasse, eine Schafweide, hunderte freilaufende Huehner, Enten, Gaense, Truthaehne, Fasane, Perlhuehner, einen veraengstigten Hofhund – und natuerlich Louise (Eine Homoeopathin und passionierte Gefluegelzuechterin)!
Auf dem ganzen Gelaende gab es weit und breit nicht einen einzigen Grashalm, der sich aus der Erde getraut haette, die Straeucher waren mit Federn verziert und ueberall lagen die Huehner gemuetlich in warmen Sandkuhlen. Ein Federvieh-Paradies!  :)
Louise hat uns aus der Masse von Gefluegel schon mal 6 zauberhafte Junghuehner eingefangen und wir hatten die schwere Wahl, die fuer uns passenden Federtiere auszusuchen.
Ich denke, wir haben die Richtigen gefunden, oder?     😉

Das ist Lisbeth, ein freches, temperamentvolles, quirliges Ding, das immer fuer einen kleinen Leckerbissen zu haben ist......und hier sind sie alle friedlich vereint und freuen sich ueber das viele Gruenzeug!Das ist Anneliese, die groesste der Huehner mit den laengsten Beinen. Sehr freundlich, bewahrt immer einen kuehlen Kopf, wird aber manchmal von den drei kleineren ganz schoen rumgescheucht...Das ist Fini, hat eine flinke Zunge und ist immer auf Zack! Sie laeuft super mit den anderen mit, auch wenn sie etwas kleiner ist...Das ist Rosmarie, gutmuetig und robust, und als Araucana-Hendl, dafuer bekannt, dass sie rennen, rennen und rennen - und gruene Eier legen!Sieht das nicht gut aus???

Heim-Essen

Hallo Ihr Lieben!

Heute war uns mal nach Essen aus der guten alten Heimat…  daher gab’s feines Backhendl mit Remoulade und bayrischem Kartoffelsalat aus NZ-Moonlight-Kartoffeln. :)
Ok, manch Oesterreicher mault jetzt vielleicht, dass das eher traditionell alpenrepublikanisches Essen waere, aber von uns aus betrachtet ist diese Entfernung echt marginal…  😀
Wir haben uns doch in unserem ganzen Container-Pack-Wahnsinn noch eine billige, kleine Gastrofriteuse besorgt, die jetzt bei uns auf dem teuren Blanco-Edelstahl-Ex-Wirtshaus-Trolley draussen auf dem Deck wohnt. Sehr praktisch, so hat man den Gestank gleich draussen gelassen!
Und da es immer noch so gut wie nicht regnet und tagsueber um die 20 Grad hat, ist outdoor kochen sehr willkommen!
Ueberhaupt sehr angenehm bis jetzt, dieser Herbst.
Und solange wir noch Hendl essen wollen…
Warum? Na, weil wir planen, dass in unserem Garten da draussen nicht nur Salat und Radieserl wachsen, sondern auch frische, freilaufende Eier – nee, Huehner natuerlich.  8)
Nein, wir sind ganz und gar nicht plemplem, wenn man naemlich bedenkt, wieviel hier (angeblich, man weiss ja nie so ganz genau…) freilaufende Eier kosten und wieviel Gemuese-, Brot-, Nudeln-Abfall man so produziert (und unsere Wuermer fressen jetzt auch nicht wirklich sooo viel), dann lohnt sich das bestimmt.
Irgendwann…  😉
Platz genug haben wir ja. Und da die Huehnerhaltung auch innerhalb der Siedlungen hier erlaubt ist (nur keine Gockel, aber so einen wollten wir ja eh nicht…) steht unserer Zukunft als Kleinbauern nur noch im Weg, dass wir erst ein Haus fuer die Hendl, aehm, Huehner brauchen.
So studieren wir grade eifrig diverse Webseiten zum Huehnerthema wie zum Beispiel die Instructables, wo es auch alle moeglichen anderen Anleitungen zu Bestaunen gibt!

Viel Spass und liebe Gruesse!