Knallerei!

Hallo Ihr Lieben!

Ihr, die Ihr uns schon seit JAAAHREN die Stange, nee, das Blog haltet, kennt diesen Tag vielleicht noch vom letzten Jahr… vorgestern war es wieder soweit: ganz Wellington voller Menschen, die Feuerwehren, die Ambulanzen, die Polizei und die Radiostationen – alles in heller Aufregung!
Gestern war wieder Guy Fawkes Night, (der Kerl, der 1605 beinahe das englische Parlament König Jakob I. samt Familie, alle Parlamentsmitglieder, alle Bischöfe des Landes und den Großteil des Hochadels in die Luft gesprengt haette und von dem heute noch gesagt wird, er waere der einzige Mann gewesen, der je mit ehrlichen Absichten ins Parlament gegangen waere…)

Das, was in D an Silvester abgeht, wird hier an diesem Tag erledigt… Es wird Feuerwerk eingekauft (obwohl hier laut Zeitung lange nicht mehr so viel verkauft wird wie frueher, seit man nicht mehr ab 14 sondern erst ab 18 Jahren und nur 4 statt 10 Tage einkaufen kann) und sobald es dunkel wird, wild rumgeballert oder man geht zum riesengrossen, oeffentlichen 20-Minuten-Feuerwerk in der Landeshautpstadt. So wie wir.
Das war die Kurzfassung. 😉

Hier die lange Version:
Wir sitzen daheim in der Sonne und gruebeln: Auto oder Zug? Parkplatz suchen oder Fahrplan befolgen? Nachdem aber bei solchen Events sowieso kein Alkohol mitgefuehrt oder gekauft werden darf, fiel die Entscheidung auf Parkplatzsuchen… 8)
Und nachdem Martin zielsicher seinen Geheimparkplatz angesteuert hat (leer wie immer, nein, ich sag nicht wo der ist… :D), sind wir gleich drauf gemuetlich die Cuba Street (Fussgaengerzone) runtergetingelt… Nun musste nur noch an einem Asiabuffet der Magen aufgefuellt werden. Und weil die so doofe, glatte Staebchen hatten, ist uns dauernd das Essen von denselben gefallen… Und Martin sagt noch kauend „Ist doch egal, hier kennt uns doch keiner“…
Und schwupps, sitzt draussen an der Bushaltestelle Einer, den wir aus einem Forum kennen und bei denen wir schon mal nett beim Fruehstuecken waren, und wartet auf seine Familie… Auch auf dem Weg zum Feuerwerk…   😀
Und als wir dann gemeinsam weitertingeln und am Hafengelaende (gestern eher Rummelplatz…) gar nicht wissen, wo wir zuerst hin sollen vor lauter Attraktionen, haut uns Marcio, ein Brasilianer aus unserem Englisch-Kurs auf die Schulter – Hi folkes, nice to see you here!
So kanns gehen.
Jetzt muessen wir also immer anstaendig essen, keine Ellbogen auf’m Tisch und nicht mit vollem Mund sprechen – wer weiss, wer als Naechstes um die Ecke kommt…   8)

Fazit des Feuerwerks:
Wir sind leider verwoehnt.  😉
20 Minuten Knallerei sind immer toll, aber dazu Lady Gaga, Michael Jackson (und wer war das nochmal mit „welcome to the pleasuredome“?) oder undefinierbar zusammengestueckelte Discomucke ohne jeglichen Bezug zum Geschehen aus dauernd aussetzenden Lautsprechern scheppernd – das passt einfach nicht zusammen…

Aber es gibt trotzdem grandiose Bilder, viel Spass und bis bald wieder!